Neue Richtlinie zu Aufgaben, Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten

30.11.2014

Die Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb), das Sachgebiet „Betrieblicher Brandschutz“ im Fachbereich „Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie die VdS Schadenverhütung GmbH haben zusammen mit dem Verein der Brandschutzbeauftragten in Deutschland e.V. (VBBD) und weiteren Fachverbänden im Brandschutz die Richtlinien zur Ausbildung und Tätigkeiten von Brandschutzbeauftragten überarbeitet.

Einheitliche Richtlinie von vfdb, DGUV und VdS

Die neuen einheitlichen Richtlinien zu Aufgaben, Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten stellt die Zusammenführung und Überarbeitung der bisherigen Veröffentlichungen zur Ausbildung und Tätigkeit von Brandschutzbeauftragten dar. Diese bundeseinheitlichen Richtlinien legen Mindestanforderungen an die Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten fest, beschreiben die Aufgaben und geben Hilfestellungen für die Umsetzung der Anforderungen für eine geeignete betriebliche Brandschutzorganisation. Die gemeinsame Textfassung der Richtlinie wird wortgleich unter dem Titel 

Aufgaben, Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten 

als vfdb 12-09-01:2014-08, DGUV Information 205-003 und VdS 3111 veröffentlicht. Diese Richtlinien ersetzen die drei bisherigen Veröffentlichungen BGI/GUV-I 847, VdS 3111, vfdb 12-09/01:2009-03 zur Ausbildung von Brandschutzbeauftragten.

Die neue Richtlinie steht nach Erscheinen in den Vorschriften- und Richtlinienportalen der DGUV unter http://publikationen.dguv.de/dguv/udt_dguv_main.aspx?FDOCUID=25724 kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Qualität der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten

Diese vereinheitlichten Richtlinien beschreiben den Stand der Technik und dienen der Gewährleistung erforderlicher Mindeststandards in der Ausbildung von Brandschutzbeauftragten. Ein Verweis auf andere Richtlinien oder die Vermischung unterschiedlicher Anforderungen und Vorgaben ist somit ausgeschlossen. Anhand dieser Mindestanforderungen wird der Verein der Brandschutzbeauftragten in Deutschland e.V. (VBBD) eine Positivliste veröffentlichen, in der sich alle Ausbildungseinrichtungen eintragen lassen können, die die Vorgaben dieser Richtlinien nachweislich einhalten. Die damit geschaffene Markttransparenz schafft eine Vergleichbarkeit der Ausbildungsangebote und ermöglicht Interessenten eine fachgerechte Auswahl des Ausbildungsanbieters.